Rhabarber - Pflanze

Rheum rhabarbarum 
Rhabarber

Rhabarber genießen - wie früher!

Rabarber (Rheum rhabarbarum) ist ein besonders starker Wachser, dessen Stiele dreimal pro Jahr geerntet werden können. Die Anzucht dieser strauchartigen Pflanze ist einfach. Rhabarber ist lecker zum frischen Verzehr und um Saft oder Marmelade zu machen. Ein Genuss, dieses frisch-saure Gemüse!
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Achtung
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  • Pflanzung
  • Rhabarber wächst in lockerem Boden, solange der im Winter nicht zu nass ist. Sollte das doch der Fall sein, pflanzen Sie den Rhabarber am besten in Erdhügeln. Graben Sie ein geräumiges Pflanzloch, lockern Sie die Erde, verbessern Sie den Boden gegebenenfalls mit organischem Dünger. Legen Sie die Rhabarberwurzelstöcke vorsichtig in das Pflanzloch und füllen Sie das Pflanzloch mit fruchtbarer Erde. Setzen Sie die Rhabarberwurzelstöcke von Rheum rhabarbarum etwa 80 cm auseinander. Drücken Sie sie vorsichtig an und geben Sie ihnen gleich Wasser. Rhabarber gedeiht am besten in der vollen Sonne.
    Bleicher Rhabarber
    In England züchtet man Rhabarber sehr gern im Dunklen, damit die Stiele 'gebleicht' aussehen. Diese Zucht geschieht in vollkommener Dunkelheit, in dunklen Schuppen, bei normaler Temperatur. Man kann das auch in kleinerem Umfang durchführen, indem man einen großen Topf umgestülpt darüber stellt.
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  • Pflege
  • Rhabarber hat großen Bedarf an Dünger. Geben Sie im frühen Frühjahr (März) viel organischen Dünger. Gießen Sie ihn in trockenen Perioden zusätzlich. Nach der Erntezeit muss man die reichliche Gabe von Dünger wiederholen, damit die Pflanze bis zum nächsten Jahr wieder gut zu Kräften kommen kann. Rhabarber ist sehr gut winterhart, verträgt aber im Winter keine Bodennässe. Die Wurzelstöcke treiben im Frühjahr wieder aus.
    Rhabarber ernten
     
    Die Ernte der Blattstiele findet ab dem dritten Jahr nach dem Pflanzen statt und zwar von April bis einschließlich Juni. Drehen Sie die Blattstiele aus der Pflanze heraus. Lassen Sie immer mindestens 3 ausgewachsene Blattstiele der Pflanze stehen, damit die Pflanze genug Energie hat, um neue Blätter zu bilden. Schneidet man die Stiele heraus, läuft man Gefahr, dass die Pflanze verfault und ganz verloren geht. Das kann man mit dem Herausdrehen der Stiele verhindern.
     
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  • Besonderheiten
  • Rhabarber züchtet man schon seit langer Zeit. Vor etwa 5000 Jahren besaßen die Tibeter, Mongolen und West-Chinesen schon Rhabarber als Gemüse und als Arznei. Ob der Rhabarber mit Marco Polo nach Westeuropa gekommen ist oder mit den Tartaren und Hunnen über Russland, weiß man nicht genau. In Europa ist der Rhabarber erst seit dem 17. Jahrhundert als Gemüse bekannt: Ein Botaniker am britischen Hof, John Gerard, entdeckte, dass man die Blattstiele sehr gut essen kann. Davor war Rhabarber ausschließlich als Arznei im Gebrauch.
    Rhabarber enthält Oxalsäure
    Der saure Geschmacksanteil von Rhabarber wird verursacht durch Oxalsäure. Sie können das auch schmecken: Ihr Zahnschmelz fühlt sich vorübergehend stumpf an. Das kann man verhindern, indem man beim Kochen von Rhabarber Kalk hinzufügt, dadurch wird die Oxalsäure gebunden. Wenn man auch noch viel Zucker dazu gibt, wird der Geschmack herrlich frisch. Wichtig ist, die Rhabarberstiele so jung wie möglich zu ernten. Je jünger die Blätter, desto weniger Oxalsäure enthalten sie. Deswegen erntet man Rhabarber, wenn die Stiele 2 bis 4 Wochen alt sind.
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