Winterschutz für Ihre Stauden



Winterharte Pflanzen

Die meisten Stauden und Sträucher sind sogar gegen strenge Wintertemperaturen beständig. Wir nennen sie daher auch winterhart. Auch wenn das Laub von z.B. Ihrer Hosta abstirbt, die Wurzeln überwintern in der Erde. In den kälteren Monaten haben sie eine Ruhephase, in denen sich die Pflanze auf das kommende Frühjahr vorbereitet. Im Frühjahr werden Sie wieder die ersten Blattspitzen über dem Boden erscheinen sehen!

Pflege der winterharten Pflanzen

Im Herbst sollten Sie die Pflanzen im Beet möglichst in Ruhe lassen. Die trockenen Stängel bieten den Pflanzen nicht nur zusätzlichen Kälteschutz, sondern mit Reif überzogen sehen sie auch wunderschön aus. Schneiden Sie winterharte Pflanzen vor dem Winter nicht zu tief zurück, sie könnten sonst geschwächt werden. Lassen Sie auch das abgefallene Laub rund um die Pflanzen liegen, diese Lage schützt die Wurzeln vor strengem Frost. Düngen Sie die Pflanzen nicht zu lange, die Pflanzen werden sonst weiter wachsen und nicht rechtzeitig vor dem Winter ihre Ruhephase beginnen.

Bedingt winterhart

Es gibt auch Stauden, die etwas frostempfindlich sind, diese werden auch ‚bedingt winterhart' genannt. Frostempfindliche Stauden sind unter anderem Lavatera, Ceanothus (Säckelblume), Afrikanische Lilie (Agapanthus) und junge Exemplare des Pampasgras. Um diese Pflanzen vor strengem Frost zu schützen, können Sie eine Decke von abgefallenem Laub an den Fuß der Pflanzen verteilen. Legen Sie eventuell einige Zweige auf die Laubdecke, so bleiben Ihre Pflanzen den ganzen Winter über gut geschützt.

Wintergrüne Pflanzen

Wussten Sie, dass die meisten Grünbleiber auch winterhart sind? Dennoch ist etwas zusätzlicher Winterschutz wichtig, zum Beispiel beim Rosmarin, Küchenthymian, und einigen Hebesorten. Sie schützen sie am besten, indem Sie Tannen- oder Kieferzweige gekreuzt so in den Boden stecken, dass sie möglichst viel Wind abhalten.

  • Die wintergrüne Kamelie sollten Sie bei niedrigen Temperaturen und (starkem) Wind z.B. mit einer Reetmatte schützen. So verhindern Sie, dass die Wurzeln dieses Zierstrauches austrocknen.
  • Von Steinpflanzen erwartet man, dass sie winterhart sind, denn sie wachsen in der Natur auch hoch in den Bergen. Dort werden sie jedoch von einer dicken Lage Schnee geschützt, die sehr gut isoliert. Schützen Sie diese Pflanzen daher vor allem, wenn es friert, jedoch kein Schnee liegt.

Terrasse und Balkon im Winter

Topfpflanzen sind empfindlicher als Beetpflanzen. Das ist auch logisch, denn ein Wurzelballen hat in der Gartenerde mehr Schutz als hinter einer dünnen Topfwand. Ein gutes Beispiel ist ein Buchsbaum. In der Gartenerde brauchen Sie sich im Winter nicht um diesen Strauch zu kümmern. Wenn er im Kübel steht, sollten Sie ihm bei strengem Frost jedoch zusätzlichen Schutz bieten. Packen Sie den Kübel dann zum Beispiel in Noppenfolie ein. Die Pflanze vorübergehend in den Schuppen zu stellen, ist natürlich auch eine Lösung. Oder Sie können Stauden in Kübeln bei strengem Frost dicht beieinander stellen und zum Beispiel eine Reetmatte herumwickeln.