Vorziehen

Einjährige Blumen, Gemüse und Kräuter können im März oder April auf der Fensterbank in Anzuchtkästen vorgezogen werden. Viele Samen benötigen zusätzliche Wärme, um sich gut entwickeln zu können, darum ist das Vorziehen an einem warmen Platz ideal. Vorziehen ist teilweise schon ab Januar möglich. Die abgehärteten Sämlinge können ab Mitte Mai in einen Topf oder in den Obst- und Gemüsegarten ausgepflanzt werden. Auf diese Weise haben Sie schneller schöne große Pflanzen im Obst- und Gemüsegarten.


Wie kann man vorziehen?

Für das Vorziehen von Saat können Sie Aussaat- und Anzuchterde verwenden. Einfache Blumenerde kann durch Untermischen von etwas Gartentorf und grobem Sand geeignet gemacht werden. Füllen Sie einen Kasten mit Anzuchterde und verteilen Sie die Saat sehr regelmäßig und so dünn wie möglich auf der Erde. Säen Sie nicht zu dick, dann haben die Pflanzen nicht ausreichend Platz, um sich zu entwickeln. Feine Saat können Sie mit Silbersand mischen, sodass Sie besser erkennen können, wo Sie säen. Sie können die Anzuchtkästen auf die Fensterbank über der Heizung (10-20˚C) stellen, abgedeckt mit einer Glasplatte oder einer Plastiktüte. Eine Plastiktüte können Sie mit ein paar Holzstäbchen anheben. Die durchschnittliche Keimzeit von Saat ist 10-14 Tage, manchmal weicht die Keimzeit etwas ab.

Vorziehen, was wird dafür benötigt?

Praktisches Gemüsegarten-Zubehör wie Anzuchtkästen, Anzuchttöpfe und Stecklingstrays eignen sich für das Vorziehen von Blumen, Gemüse und Kräuter. Auch gibt es spezielle Zimmergewächshäuser mit einem transparenten Deckel. Diverse Kunststofftöpfe sind geeignet, solange sich im Boden Löcher befinden und die Töpfe stabil und mindestens 5 cm tief sind.

Pflege von Sämlingen

Die Pflege der Sämlinge ist einfach. Geben Sie den kleinen Sämlingen mit einer feinen Pflanzenspritze Wasser. Sorgen Sie für ausreichend Licht, sodass die jungen Pflanzen nicht in die Höhe schießen, weil sie zum Licht wachsen. Die Sämlinge müssen langsam abgehärtet werden, bevor Sie sie nach draußen pflanzen können. Sämlinge müssen sich an die viel niedrigere Außentemperatur und eine niedrigere Luftfeuchtigkeit gewöhnen. Nach der Keimung können Sie nach einigen Tagen die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur senken, indem Sie zum Beispiel die Lüftungsöffner des Zimmergewächshauses eine Stunde pro Tag öffnen. Öffnen Sie diese jeden Tag eine Stunde länger. Oder stellen Sie die Pflanzen jeden Tag eine Stunde länger nach draußen an einen geschützten Platz außerhalb der Sonne. So sind die Sämlinge in ungefähr 5 Tagen abgehärtet und können in einen größeren Topf umgepflanzt werden.

Pikieren der Sämlinge

Das Pikieren der Sämlinge ist notwendig. Nach einiger Zeit ist in einem Anzuchtkasten zu wenig Platz. Setzen Sie die Pflanzen darum in einen etwas größeren Topf, sobald sich zwei Blätterpaare gebildet haben. Dies nennt man pikieren. Fassen Sie den Sämling vorsichtig an einem Blatt an und holen Sie die Wurzeln vorsichtig mit einem kleinen Stock aus der Erde. Achtung: Wenn Sie zu fest in einen Stängel kneifen, wird der Sämling dies nicht überleben! Pflanzen Sie die Pflanze in einen mit Anzuchterde gefüllten Topf.

Auspflanzen der Sämlinge

Das Auspflanzen der gut abgehärteten Sämlinge ist ab Mitte Mai, nach den letzten Nachtfrösten möglich. Die Sämlinge können sowohl in den Garten als auch in einen Topf gepflanzt werden. Für einen besonders guten Start können Sie etwas gute Blumenerde in das Pflanzloch geben.

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