Trocknen Sie Ihre eigenen Blumen



Im Sommer profitieren viele Insekten von der üppigen Blütenpracht. Sie springen und fliegen von Blume zu Blume, sehen die schönen Konturen aus der Nähe und atmen die herrlichen Düfte ein. Es ist, als ob sie das Maximum herausholen möchten. So ein intensives Erleben des Sommers muss doch ein wahrer Genuss sein! Selbst würden wir auch mehr aus den prächtigen Sommerblumen herausholen wollen. Möchten Sie im Winter ab und zu an die herrliche Sommerzeit zurückdenken? Verlängern Sie dann die Freude, die Sie an den Blumen und Pflanzen in Ihrem Garten haben! Trocknen Sie sie!

Trocknen

Das Trocknen von Blüten ist auf verschiedene Weisen möglich. Dabei können Sie Trockenmittel (Sand, Silicagel) verwenden, pressen, oder für einige Blüten Glycerin verwenden. Die natürlichste Weise ist, die Blüten einfach an der Luft trocknen zu lassen. So behalten sie soviel wie möglich die Form und den Duft.

Pflückzeit

Pflücken Sie alle Pflanzen, die Sie verwenden möchten, bei trockenem Wetter. Vorzugsweise mittags, weil der Tau dann verdunstet ist. Bei Blumen ist es wichtig, dass Sie auf die Blüte achten. Der ideale Moment um sie zu pflücken ist ungefähr vier Tage, bevor die Blume den Höhepunkt der Blüte erreicht hat.

Ort

Am besten ist es, die Sträußchen in einem Raum aufzuhängen, wo es trocken, kühl und gut ventiliert ist. Wenn der Raum feucht ist, wird das Material schon schnell verfaulen. Vor allem die Stellen, wo die Stängel aneinander gebunden werden.

Geeignete Blumen und Pflanzen

Es gibt viele verschiedene Blumen und Pflanzen, die sich zum trocknen eignen. Am bekanntesten sind vielleicht die romantischen Rosen und der frische Lavendel. Aber auch die farbenfrohen Hortensien, die duftenden Lilien und die majestätischen Rittersporne sind einfach zu trocknen. Außerdem können Sie zum Beispiel an Schafgarbe, Flockenblumen, Jungfer im Grünen und Dahlien denken. Natürlich gibt es viel mehr Möglichkeiten, aber diese genannten eignen sich am besten und einfachsten dafür.

Um Ihren Trockenblumen-Sträußchen einen zusätzlichen dekorativen Akzent zu geben, können Sie etwas Blatt hinzufügen. Getrocknete Farn- und Mahonienblätter lassen sich schön kombinieren. Aber auch Eucalyptusblätter und gewundene Weidenzweige machen sich sehr schön.

Tipp: Große Blätter, wie zum Beispiel Buche, Ahorn und Bambus können Sie unter einem Bodenteppich oder einer Matratze trocknen.

Schrittweise: Trocknen an der freien Luft

  1. Sie benötigen eine Schere, Tau oder Raffia* und geeignete Blüten.
  2. Entfernen Sie an der Unterseite der Stängel die Blätter und machen Sie kleine Sträußchen.
  3. Binden Sie die Sträußchen mit dem Tau oder Raffia zusammen.
  4. Hängen Sie sie danach umgekehrt auf. Hierfür können Sie zum Beispiel einen Wäscheständer verwenden.
  5. Hängen Sie sie an einen Platz in einem trockenen, kühlen, dunklen und gut ventilierten Raum.
* lange, grobe, aus getrockneten Blättern geschnittene einer afrikanischen Palmensorte.