Schneidewerkzeug: Gutes Werkzeug ist die halbe Arbeit



Der Oktober ist nicht nur eine hervorragende Zeit zum Pflanzen, sondern auch die Vorbereitungen für den Winter dürfen wir nicht aus dem Auge verlieren. Es sollte, jetzt da es noch möglich ist, geschnitten werden, bevor die kalte Jahreszeit anbricht. Blüten, die verblüht sind, sollten entfernt werden. Und Sie werden sehen, dass Sie auch während des Anpflanzens der neuen Gewächse auf vielfältige Weise ihr Schneidewerkzeug gebrauchen werden. Eine gute Vorbereitung verhindert Überraschungen und unnötig große Anstrengungen.

Das richtige Schneidewerkzeug

Für jede Schneidearbeit gibt es ein Schneidewerkzeug. Bevor wir die verschiedenen Scheren aufzählen, nennen wir Ihnen ein paar Aspekte, denen alle Schneidewerkzeuge genügen müssen:
  • Es muss scharf sein und bleiben, sodass keine Wunden auf den Zweigen zurückbleiben.
  • Es muss ein Federungssystem haben, um die aufzuwendende Kraft soviel wie möglich zu reduzieren.
  • Die Schere darf nicht zu leicht sein, sonst würde sie sich schnell verformen können.

Es ist notwendig, dass Sie sich in Ihrem Garten umsehen, um zu wissen, welches Werkzeug bei Ihnen nicht fehlen darf. Wir unterscheiden hier einige Schneidewerkzeuge für Sie:

Die Gartenschere

Haben Sie einen nicht so großen Garten? Oder beginnen Sie erst mit dem Gärtnern und Sie müssen Ihr Werkzeug noch kaufen? Dann gehört eine gewöhnliche Gartenschere zu den ersten Anschaffungen! Hiermit schneiden sie die kleineren Äste von circa zwei bis drei Zentimeter Durchmesser. Es gibt zwei Typen: Beidseitig (‘Papageienschnabel’) und einseitig schneidende (‘Amboss’) Scheren. Die letzteren erfordern am wenigsten Kraft. Die beidseitig schneidenden ‘Papageienschnabel’ haben dagegen einen schöneren Schnitt und sind besser einsetzbar an schwierig erreichbaren Stellen.

Die Astschere

Für die schwereren Arbeiten gibt es die Astschere. Sie hat längere Handgriffe, wodurch eine Art von Hebelwirkung entsteht und Sie benötigen bei den dickeren Ästen weniger Kraft.

Die Baumsäge

Für die wirklich dicken Äste ist eine Baumsäge unentbehrlich. Denken Sie bitte nicht, dass eine gewöhnliche Blattsäge ausreicht! Die breiteren Zähne laufen sich im lebenden Holz fest, wodurch Sie dem Baum nur hässliche Wunden zufügen! Außerdem sägt eine Baumsäge bei der ziehenden Bewegung statt bei der schiebenden. Sehr praktisch beim Arbeiten über dem Kopf! Die meisten Baumsägen haben an beiden Seiten Zähne, wobei die groben Zähne für die schwere Arbeit verwendet werden und die feineren für das Nacharbeiten.

Bei dicht aufeinander wachsenden Ästen ist so eine beidseitige Säge jedoch unpraktisch, da beim Sägen den daneben stehenden Ästen Schaden zugefügt werden kann. Die sogenannte ‘Griechische Handsäge’ hat ein gebogenes Blatt, das in eine scharfe Spitze mit schrägen Zähnen verläuft. Dies ist sehr praktisch für enge Stellen.

Über Kopf

Sie müssen in der Höhe arbeiten und möchten nicht auf eine Leiter klettern? Brauchen Sie auch gar nicht! Die Schneidgiraffe ist das ideale Hilfsmittel! Es ist eine Gartenschere darauf , die von einer Baumsäge oder einem Obstpflücker ersetzt werden kann. Ihr ideales Drei-In-Eins-Hilfsmittel für die Zweige, die bis zu dreieinhalb Meter über Ihrem Kopf sind!

Die Heckenschere

Steht in Ihrem Garten eine Hecke oder Strauch, der in Form geschnitten werden muss?  Vervollständigen Sie Ihr Schneidewerkzeug dann mit der Heckenschere! Diese schneidet nicht wirklich genau, aber die meisten Heckensorten haben soviel Blattknospen, dass Sie eine etwas rohere Behandlung vertragen.

Neben der Heckenschere mit glatten Messern, gibt es sie auch mit gewellten Messern. Bei einer Hecke des Lebensbaumes oder der Cupressocyparis leylandii ist beispielsweise eine ‘gewellte’ Heckenschere empfehlenswert. Denn diese Hecken geben beim Schneiden eine gummiartige Substanz ab, wodurch glatte Messer sich schnell festlaufen oder schwergängiger werden. Dadurch werden die Zweige eher abgerissen. Mit den gewellten Messern erreichen Sie ein viel schöneres Resultat!

Pflege

Die meisten Schneidewerkzeuge erfordern wenig Pflege. Ein Tröpfchen Öl auf den drehenden Teilen nach Gebrauch ist ausreichend. Reinigen Sie die Sägeblätter mit einem Tuch, auf das Sie etwas Öl gegeben haben.
Haben Sie kranke Sträucher oder Bäume geschnitten? Reinigen Sie das Werkzeug dann mit einem Desinfizierungsmittel oder mit unverdünntem Bleichwasser, um Krankheitskeime zu entfernen! Am Ende der Saison sollte Ihr Schneidewerkzeug geschliffen werden. Bedenken Sie immer: Wenn Sie mit scharfen Messern schneiden, leiden Ihre Pflanzen weniger!