Schattenliebende Bodendecker

Schattenliebende Bodendecker

Ein viel gebrauchter, natürlicher Bodendecker für schattige Plätze in Ihrem Garten ist der Efeu (Hedera helix). Diese schnell kriechende, grün bleibende Pflanze treibt lange Stängel an denen sich Kletterwurzeln entwickeln. Sobald diese mit dem Boden in Berührung kommen, verändern sie sich zu Bodenwurzeln. Wenn Sie den Stängel nach einem neu gebildeten Wurzelballen durchschneiden, erhalten Sie auf einfache Art neue Pflanzen. Per m2 können Sie ca 4 Pflanzen einsetzen. Binnen einer Saison ist Ihr Boden vollkommen mit glänzenden, grünen oder bunten Blättern bedeckt.

Ein schöner Efeu auf einem Platz im Schatten ist "Goltherz". Dieser bunte Kletteter hat Blätter mit einem hellgelben Herz das im Schatten schön leuchtet. Wenn Sie Efeu schneiden, behält die Pflanze ihre ewige Jugend. Kletterranken zwischen einem Blumenstrauß sind eine gute Idee für ein schönes Bukett. Sehr eindrucksvoll ist es, wenn Sie kleine Gruppen Narzissen zwischen dem Efeu verwildern lassen. Die gelben oder weißen Blüten stechen im Frühjahr schön von dem glänzenden, grünen Blatt ab. Wollen Sie in den Sommermonaten denselben Effekt erzielen, dann pflazen Sie sommerblühende weiße Narzissen "Ehrlicheer" oder die weiße mit gelben Trompeten "Avalanche" mit nicht weniger als 9 bis 12 Blüten an jedem Stiel.

Die Pachisandra ist ein kleiner grün bleibender Halbstrauch der ausgenommen gut im trockenen, schattigen Boden gedeiht, z.B. unter Sträuchern und Bäumen. Die Pflanze kann auch Sonne vertragen, sie verlangt dann aber auch mehr Feuchtigkeit. Das schöne, eiförmig gezackte Blatt ist glänzend frisch grün und hat eine lederartige Ausstrahlung. Die Pflanze breitet sich mit rhizomartigen Wurzeln aus an denen die 30 cm langen Blattstängel erscheinen und sie bilden so ein Büschel. Um einen dichten Teppich zu bilden benötigen Sie im Durchschnitt 6 Pflanzen per m2. Schneiden ist niemals nötig, ausgenommen wenn die Pflanze aus den Beeten wächst. Ab April blühen kleine unbedeutende cremeweiße bis rote Blümchen. Pflanzen Sie einmal Verwilderungszwiebeln zwischen die Pachisandra, das belebt Ihren Garten absolut.

Blühende Bodendecker

Ein apartes, farbiges Resultat erreichen Sie sehr einfach mit rotem Mauerpfeffer (Sedum spurium "Schorbusser Blut"). Diese Varietät wächst in jeder Bodensorte und breitet sich zu einem breiten, feuerrot blühenden Teppich aus. Der 10 cm hoch werdende Kriecher hat violett getönte Blätter und blüht in den Sommermonaten mit magentaroten Blumen. Vermehrung erfolgt, indem Sie die Pflanze teilen. Eventuell zu breit ausgewachsene Teile stechen Sie einfach ab. Diese Pflanze wächst außerordentlich gut unter Bäumen und Sträuchern deren Wurzeln an der Oberfläche liegen. Wenn Sie roten Mauerpfeffer neben den dekorativen Strauch "Berberis thjunbergii Atropurpurea" mit den blaßroten Blättern setzen, bekommen Sie einen "Ton in Ton" Effekt.

Duftende Bodendecker

Herrlich duftend und auffallend sind die zur Verwilderung geeigneten Lilien van Dalen (Convallaria majallis). Diese, in der freien Natur geschützten Pflanzen, gedeihen vorzüglich in humusreicher, fruchtbarer Erde. Solange sich die Pflanze im Schatten oder Halbschatten ihren Weg sucht, kann sie sich unbekümmert zu einem dichten, duftenden Teppich ausbreiten. Die Lilie verbreitet sich durch dünne Rhizome aus denen auf bestimmtem Abstand von jeder Spitze schöne grüne Blätter aus der Erde kommen. Die Pflanze wird maximal 20 cm hoch und kann, wenn sie in Ruhe gelassen wird, viele Jahre hintereinander immer wieder blühen. Im Mai erscheinen die schlanken Stängel mit den glänzend weißen Glöckchen die schön von dem mattgrünen Blatt abstechen und einen herrlichen Duft verströmen. Natürlich lassen sich die Lilien auch pflücken, zusammen mit einigen Efeublättern gibt das ein liebliches Maisträußchen. Nach der Blüte entwickeln sich rote Beeren die leider auch noch süß schmecken, aber sie sind sehr giftig. Deshalb ist aus einem Garten, in dem Kinder spielen, diese wunderschön blühende Pflanze zu verbannen.