Pflege von Stauden



Ein großer Vorteil von Stauden ist, dass sie wenig Pflege brauchen. Ganz besonders, wenn Sie genügend Versorgungsmaßnahmen ergriffen haben.

Eine gute Bodenstruktur heißt, dass diese locker und Feuchtigkeit speichernd sein muss. Häufig macht der Hobby-Gärtner den Fehler, dass er erst die Pflanzen wählt und sich erst dann fragt, wie es um die Bodenarten und die Sonne im Garten bestellt ist. Die Bodenart jedoch ist eine feste Gegebenheit, die Sie nicht versuchen sollten zu verändern. Natürlich verbessern, falls möglich. Es gibt genügend Pflanzensorten, die z.B. gerade auf trockenem Sandboden ausgezeichnet wachsen. Lassen Sie den vorhandenen Boden daher weitestgehend Ausgangspunkt für die Auswahl der Pflanzen sein. Alle Pflanzen wachsen am besten und blühen am schönsten, wenn der Boden ausreichend Luft enthält und Feuchtigkeit halten kann, also eine gute Struktur hat.

Sorgen Sie für einen feuchten Wurzelballen

Alle Stauden werden zur Zeit in Töpfen geliefert. Solche Pflanzen sehen nicht immer beeindruckend aus, aber die Chance, dass diese Pflanzen im Garten unmittelbar weiter wachsen ist beinahe 100%. Ein anderer Vorteil ist, dass im Prinzip das ganze Jahr hindurch gepflanzt werden kann.
Fachleute bevorzugen die Pflanzung im Herbst. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass der Gartenliebhaber fast immer die neue Wuchsperiode abwartet, das heißt, im April und Mai auspflanzt. Nichtsdestotrotz ist der Vorteil der Herbst-Pflanzung groß. Die Pflanzen wurzeln vor dem Winter noch ein und sind im darauf folgenden Sommer beständiger in Trockenzeiten. Die meisten früh blühenden Stauden machen Ihnen im ersten Frühjahr schon gleich viel Freude.
Eine Ausnahme machen wir natürlich bei Sorten, die nicht wirklich winterhart sind.

Beim Einpflanzen muss dafür gesorgt werden, dass der Wurzelballen vorher gut angefeuchtet ist.

Verabreichter Kompost sorgt für gute Luft- und Wasserdurchlässigkeit

Sandboden kann durch Beimischung von Kompost in den obersten Bodenlagen verbessert werden. Der Boden wird homogener und kann mehr Wasser aufnehmen.
Lehmboden wird lockerer in der Struktur, wenn ihm Kompost untergemischt und er dadurch luftdurchlässiger wird. Da Wurzeln nicht nur Wasser aufnehmen, sondern auch atmen müssen, ist die Lockerheit des Bodens sehr wichtig für das Wohl der Pflanzen. Mit etwas Kuhdung im Kompost sind Ihre Pflanzen mit genügend Nährstoffen ausgestattet.

Eine Stütze zur rechten Zeit

Alles steht oder fällt also mit der guten Struktur des Bodens, dem richtigen Standort, dem geeigneten Pflanzabstand und gesundem Ausgangsmaterial. Es gibt einige Pflanzen (z.B. Rittersporn!), die nicht so stabil sind und daher eine Stütze brauchen. Die natürlichste Art ist es, dafür Reisig zu verwenden. Reisig sind verzweigte Äste, z.B. von der Ulme oder Erle, die um und zwischen die Pflanzen gesetzt werden. Indem die Enden nach innen gebogen werden, entsteht eine gute Stütze. Im Handel sind auch einige Stützen erhältlich, die sich ebenfalls gut bewährt haben. Wichtig ist, dass sie rechtzeitig angebracht werden.

Schneiden Sie im Herbst nicht von allen Stauden die alten Stängel ab und machen Sie den Garten nicht ganz laubfrei. Das Laub vermodert auch am Platz und schützt außerdem die Pflanzen. Es wäre überflüssige Arbeit, es im Herbst wegzuharken, zum Komposthaufen zu bringen und im Frühjahr den gleichen Weg wieder zurückzugehen. Erst im Frühjahr wegharken ist eine bessere Lösung.

Eine zweite Blüte

Es gibt Pflanzen, die besonders lange weiterblühen, wenn verblühte Blüten herausgenommen werden. Andere können, wenn der Herbst günstig ist, zu einer zweiten Blüte stimuliert werden, wenn die Pflanze unmittelbar nach der Blüte tief zurückgeschnitten wird (Rittersporn). Bei wieder anderen Sorten sollte dies gerade nicht getan werden, da sich schöne Samenkapseln bilden (Iris sibirica und Papaver orientale).