Der japanische Garten

Ein Garten voller Symbolik, Mystik und Ruhe, sehr viel Ruhe…

Ein japanischer Garten ist einmal etwas Anderes als ein traditioneller deutscher oder englischer Garten. Ein echter japanischer Garten ist voll mit Symbolik und wird mit viel Präzision und Können angelegt. Eine zeitraubende Arbeit und eigentlich nur für die echten Gartenprofis mit dem grünen Daumen geeignet. Aber, mit nur einigen charakteristischen Elementen kann auch der eigene Garten recht einfach zu einem Paradies mit japanischer Atmosphäre umgewandelt werden.


Ein japanischer Garten ist in jeder Jahreszeit schön, vom Frühling bis zum Winter.

Um die beruhigende Atmosphäre eines japanischen Gartens im eigenen Garten zu gestalten, geben wir hier unten einige einfache und praktische Tipps:

Um zu beginnen: In einem japanischen Garten sind Wasser, Pflanzen und Steine neutral. Diese drei Basiselemente stehen für Leben, Natur und Ruhe. Das ist gut zu wissen beim Einrichten eines japanischen Gartens. Der Gartenentwurf für eine japanische Atmosphäre im Garten kann darum eigentlich recht einfach sein. Wenn wir diese drei Basiselemente verwenden, entsteht schon schnell eine beruhigende und gleichzeitig eine interessante japanische Atmosphäre im Garten.

Die drei Basiselemente:

Wasser
Wasser in der Form eines prächtigen Teichs sollte daher in einem japanischen Garten nicht fehlen. Der Teich braucht nicht groß zu sein, aber achten Sie darauf, dass die Ränder des Teichs einer natürlichen Linie folgen. Legen Sie Steine oder Kies auf den Boden des Teichs und tarnen Sie die Teichfolie entlang den Rändern mit schönen Findlingen. Versuchen Sie für einen spannenden und natürlichen Effekt den Teich so zu platzieren, dass er nicht auf einem Blick zu übersehen ist. Für einen zusätzlichen fernöstlichen Akzent können Sie natürlich auch Fische in den Teich setzen. Kois oder Goldorfe sind hierfür sehr schön. 

Steine
Auch ohne Teich können Sie Steine im Garten verwenden. Denken Sie hierbei zum Beispiel an einen sich durch den Garten schlängelnden Weg aus Kies und leicht unregelmäßigen Trittsteinen aus Natursteinen durch die Bepflanzung gelegt. Legen Sie die Steine natürlich aus und verlegen Sie sie in einer ungeraden Anzahl für das schönste und natürlichste Resultat. 

Pflanzen
  • Die Gartenpflanzen im japanischen Garten werden durch Sträucher und Bäume mit feinen Blättern und Farben mit wenigen Farbnuancen gekennzeichnet. Ein japanischer Garten kennt weniger Blüten als unser traditioneller Garten, und auf jeden Fall keine Blumenzwiebeln. Sorgen Sie dafür, dass die Farben der blühenden Sträucher oder Blumen nicht zu bunt werden und dass die Bepflanzung Ruhe ausstrahlt.
  • Perfekte Pflanzen für den japanischen Garten sind zum Beispiel der zierliche feinblättrige Ahorn (färbt sich im Herbst prächtig!), Ginkgo biloba, Japanische Zierkirsche, Cryptomeria japonica, Pinus, Camelia japonica, Magnolia, Prunus und Hosta. 
  • Blumen, die gut in den japanischen Garten passen, sind: Astilbe, Begonia grandis, Lampionblume und die Iris germanica. 
  • Und natürlich kein japanischer Garten ohne Bambus. Achten Sie beim Kauf von Bambus jedoch darauf, ob der Bambus wuchert oder nicht.
  • Auch ist im japanischen Garten häufig Moos zu sehen. Da Moos in unserem Klima nicht immer gut wächst, kann auch der niedrige Kriechwacholder (Juniperus horizontalis) dafür verwendet werden. 

Denken Sie beim weiteren Einrichten des japanischen Gartens auch an:

  • Die Terrasse – Machen Sie eine etwas erhöhte Terrasse aus (Hart-)Holz und lassen Sie diese in einen Streifen aus feinem Kies übergehen.
  • Ein japanisches Gartenhaus – Streichen Sie ein (bestehendes) Gartenhaus weiß und befestigen Sie schwarze Holzlatten für einen japanischen Look. Ein Reetdach gibt dem Gartenhaus gleich die kennzeichnende japanische Ausstrahlung. 
  • Der Sichtschutz – Eine fernöstliche Atmosphäre wird schnell geschaffen, indem ein bestehender Sichtschutz mit Matten aus Rohr, Weidenzweigen oder Bambusstängeln bekleidet wird. Umranden Sie die Matten mit halbierten dicken Bambusstängeln für einen schönen Abschluss. 
  • Japanische Laternen und Buddha-Figuren – Echte Klassiker im japanischen Garten! Der Stein der japanischen Laterne oder Buddha-Figur betont die fernöstliche Atmosphäre zusätzlich. Übertreiben Sie es jedoch nicht mit den Figuren, die Faustregel lautet, dass man nicht mehr als eine Gartenfigur gleichzeitig sehen sollte. 



Links: Japanische Laterne / Rechts: Natürlich gelegte Trittsteine 


Links: Riesen-Bonsai / Rechts: Feinblättrige Sträucher und Bäume, mit feinen Farbnuancen



Wasser darf im japanischen Garten nicht fehlen

Tipp!

Der bekannte japanische Bonsai ist ein Stil der Schneidekunst und vor allem bekannt durch die kleinen in Form geschnittenen Bäume oder Sträucher. Diese Bonsaibäumchen werden im Allgemeinen als Zimmerpflanze gehalten. Für den japanischen Garten ist es auch möglich, einen Riesen-Bonsai zu züchten. Wählen Sie hierfür möglichst einen wintergrünen Strauch, wie Eibe (Taxus), Buchsbaum (Buxus), Wacholder (Juniperus), Japanische Stechpalme (Ilex crenata) oder Liguster (Ligustrum). Beginnen Sie mit einem kleinen Strauch und lassen Sie nur gut platzierte Seitenzweige stehen. Am Ende jedes Seitenzweiges darf sich ein kleiner ‚Büschel‘ mit Blättern entwickeln. Schneiden Sie den Bonsai im Mai und im September in Form, öfter ist natürlich auch möglich.