Fenchel (Foeniculum vulgare)

Fenchel stammt ursprünglich aus Süd-Westasien und kam mit den ersten großen Karawanen in den Westen. Danach fand man die Pflanze vor allem rund um das Mittelmeergebiet, wonach sie durch den Handel über ganz Europa verbreitet wurde.

Die Römer glaubten, dass Fenchel die Ausdauer und das Sehvermögen positiv beeinflusst. Im Mittelalter befanden die Geistlichen, dass Fenchel eins der neun heiligen Kräuter zur Vorbeugung bei Krankheiten ist. Fenchel wurde auch gebraucht, um die Libido zu erhöhen. Fenchel wurde für viele Dinge gebraucht. Fenchelsaat im Schlüsseloch sollte den bösen Geist fern halten. Auf medizinischem Gebiet maßen die Geistlichen aus dem Mittelalter ihm jedoch nicht viel Bedeutung bei.

Fenchel beinhaltet bestimmte Stoffe die auf die Verdauung, auf Magenbeschwerden, Appetit- und Blutarmut Einfluss haben.
Fencheltee, aufgesetzt aus gequetschter Saat, hilft beim Abnehmen unter anderem deshalb, weil er das Hungergefühl wegnimmt und das Fett im Essen schneller verdaut. Babys mit Darmkrämpfen können Sie nach jedem Essen zwei Teelöffel abgekochten Fencheltee geben.

In den Küchen können sowohl die grünen Teile als auch die Saat gebraucht werden. Fenchel hat einen anisartigen Geschmack, der vor allem in Marinaden, Suppen und Salaten gut zur Geltung kommt.

Fenchel können Sie im Frühjahr in die Gartenerde säen, bedenken Sie aber, dass die Pflanze 1,5 m hoch werden kann und deshalb viel Platz benötigt. Ein Platz in der vollen Sonne und etwas zusätzlichen Kalk ist alles, was diese üppige, diffus aussehende Pflanze von Ihnen verlangt. Sie macht sich auch sehr gut in Ihrem Beet im Hintergrund, die blassgrünen Blätter und die gelb blühenden Schirmblüten geben einen aparten Effekt. Fenchel gehört zur Familie von Dill, pflanzen Sie diese beiden Pflanzen nicht zu dicht zusammen, weil durch Kreuzbestäubung beide Pflanzen ihr Aroma verlieren. Entfernen Sie die Saatschirmchen von Zeit zu Zeit, bevor die Saat auf den Boden fallen kann. Hängen Sie die umgekehrten Saatschirmchen über eine Schüssel zum trocknen. Die Saat fällt von selbst aus und Sie haben den ganzen Winter ausreichend davon für den Gebrauch in der Küche. Sie können die grünen Teile vom Fenchel auch einfrieren, was besser ist als sie zu trocknen, denn beim Trocknen geht viel Aroma verloren.