Erdbeeren aus eigenem Garten

Die Erdbeere ist die beliebteste Obstsorte in den Sommermonaten, sie wird in südlicheren Ländern auch kleine Sommerkönigin genannt. Sie sind köstlich, leicht selbst zu züchten und sogar in Töpfen auf Terrasse oder Balkon zu ernten. Vor allem Kinder finden es spannend, wenn sich die schönen, weißen Blüten in herrlich rote Früchte verwandeln.



Herkunft

Erdbeeren werden schon seit Menschengedenken gegessen. In der Prähistorie wurden sie als Walderdbeeren gesammelt, im Mittelalter begann man mit dem organisierten Anbau. Ab dem 17. Jahrhundert entstanden, durch Kreuzungen mit der wilden Walderdbeere aus Amerika und den größeren Sorten aus Chile, langsam die Erdbeervarietäten, wie wir sie kennen.

Bedingungen für eine reiche Ernte

  • Erdbeeren bevorzugen eine leichtsaure, gut entwässerte Bodensorte. Vor allem in den Wintermonaten sollte um die Wurzel kein Wasser stehen bleiben, das verursacht sofort Wurzelfäule.
  • Wenn Sie Ihre Erdbeeren innerhalb des Gemüsegartens in Beeten züchten, dann ist es praktisch, den Boden zu erhöhen. Um Krankheiten vorzubeugen, ist es wichtig, jährlich ein neues Beet anzulegen, die Pflanzen zu teilen, ältere Stücke zu entfernen und die jungen Pflänzchen auszupflanzen.
  • Ein Erdbeerbeet sollte gut gedüngt werden, wenn es eine reiche Ernte liefern soll. Organischen Dünger, z.B. Stalldung oder getrocknete Dungkörner, geben Sie im Herbst.
  • Erdbeeren in Beeten werden meistens in Reihen gepflanzt, der Pflanzabstand beträgt ca. 25 cm.
  • Die beste Zeit, ein neues Beet anzulegen, ist der Monat August.
  • Beim Pflanzen ist es sehr wichtig, dass sich das Herz der Pflanze (das holzige, dickere Teil genau unter dem Punkt, wo die Stängel entspringen) nicht über dem Boden befindet.
  • Nach dem Pflanzen gut andrücken und bewässern. Bei sehr sonnigem Wetter können Sie die jungen Pflänzchen vorübergehend mit z.B. alten Zeitungen abdecken. Entfernen Sie sie abends wieder, andernfalls vertrocknen die Pflanzen.
  • Während der Wintermonate decken Sie die Pflanzen z.B. mit Stroh ab.
  • Im Frühjahr entfernen Sie das alte, braun gewordene Blatt.
  • Sobald die Pflanzen blühen, geben Sie regelmäßig Wasser. Während der Blüte können Sie eventuell kaliumreichen, in Wasser aufgelösten, Dünger geben.
  • Wenn die Früchte reifen, können Sie eine Lage Stroh rund um die Pflanzen legen, so bleiben Ihre Erdbeeren sauber.

Erdbeeren in Töpfen

  • Die Erdbeere lässt sich auch sehr gut in Töpfen oder Kübel ziehen. Selbstverständlich gelten auch für diese Wuchsweise die oben genannten Empfehlungen. Sie können sich natürlich für die gewöhnliche Erdbeere entscheiden, aber für Terrasse und Balkon sind Hängeerdbeeren empfehlenswerter. Wichtig sind hierbei folgende Punkte:
  • Sorgen Sie für gute Entwässerungslöcher.
  • Benutzen Sie gute Topferde, es gibt auch spezielle Erdbeererde.
  • Geben Sie in der Blütezeit täglich Wasser. Töpfe können bei warmen Wetter an einem Tag austrocknen!
  • Stellen Sie die Töpfe oder Kübel auf einen sonnigen Platz und nicht in den vollen Wind.
  • Während der Wintermonate müssen die Kübel nach drinnen.

Erntezeit

  • Abhängig von der Sorte, können Sie schon ab Ende Juni bis in den August ernten. Bei den durchtragenden Sorten ist das auf jeden Fall sicher.
  • Pflücken Sie nur die reifen, die vollkommen rot gewordenen. Erdbeeren vorsichtig ab. Nehmen Sie jedesmal das Kronenblatt mit. Das verhindert Krankheiten an der Pflanze und es hält die gepflückte Erdbeere länger frisch, falls sie dafür überhaupt eine Chance bekommt. Sagen Sie selbst, wer kann der Versuchung widerstehen, so eine sonnengereifte, duftende Frucht in den Mund zu stecken?
  • Guten Appetit!