Die Geschichte des Weihnachtsbaumes



Es scheint uns so, als gebe es den Weihnachtsbaum schon seit ewigen Zeiten. Aber so alt ist der Brauch, einen Tannenbaum zu Weihnachten zu schmücken, dann doch noch nicht. Der Lichterbaum ging erst um 1850 von Deutschland aus in andere westeuropäische Länder über. Er tauchte zuerst in Sonntagsschulen und kurz vor 1900 in den Häusern freidenkender protestantischer Familien auf. In orthodox-protestantischen und römisch-katholischen Kreisen wurde der Baum als heidnisch und weltlich abgelehnt. Das änderte sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg.

Es scheint so, als gebe es den Weihnachtsbaum schon seit ewigen Zeiten. Aber so alt ist der Brauch, einen Tannenbaum zu Weihnachten zu schmücken, dann doch noch nicht. Im 16. Jahrhundert kam in Deutschland der mit Lichtern und Schmuck verzierte Nadelbaum auf, der erst um 1850 in andere westeuropäische Länder verbreitet wurde. In den Niederlanden z.B. tauchte er zuerst in Sonntagsschulen und kurz vor 1900 in den Häusern freisinniger protestantischer Familien auf. In orthodox-protestantischen und römisch-katholischen Kreisen wurde der Baum als heidnisch und weltlich abgelehnt. Das änderte sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg.

Doch viel älter

Den Weihnachtsbaum hängen wir voll mit Lichtern, Kugeln, Leckereien und Geschenkpäckchen. Das erinnert an uralte Bräuche und das sind sie auch. In vorchristlicher Zeit wurden überall Lichter bei heiligen Bäumen abgebrannt. Die Kirche verbot das im Jahr 452. Kaiser Karl der Große verbot um 800 in seiner 'Capitularia' (Buch mit Gesetzen und Verordnungen) sogar das Beleuchten von Bäumen und Brunnen. Sie werden das Verbot begreifen, wenn Sie wissen, dass die Weltesche 'Yggdrasill', an der nach einer nordischen Legende Wotan gehangen haben soll, als immer grüner Baum an einem heiligen Brunnen beschrieben wird. Hier wurde hartnäckig vorchristlicher Volksglaube ausgerottet.

Der Lichterbaum

Von Lichtern am Baum zu Lichtern im Baum ist es nur ein kleiner Schritt. Bei den heidnischen Heiligtümern wurde in der Zeit, die jetzt unsere Weihnachtszeit ist, ein Kunstbaum aufgestellt (ein Stecken mit Seitenzweigen), an denen Lichter abgebrannt wurden. Die Schweden haben jetzt noch den dreiarmigen Leuchter. Erst als genügend Kerzen produziert wurden, gingen die Lichter in den lebenden Baum. Das ist in einem fränkischen Text aus dem 13. Jahrhundert zu lesen, in dem ein grüner Baum voller brennender Kerzen beschrieben wird. Danach bleibt es eine zeitlang ruhig um den Weihnachtsbaum. Erst um 1600 taucht der verzierte Tannenbaum wieder auf und das geschah im Elsass, wo der Baum Weihnachten in den Häusern mit brennenden Kerzen, farbigem ausgeschnitte Papier, Äpfeln, Kuchen, Flittergold und Zucker geschmückt wurde.

Der Baum zu Allerheiligen und Allerseelen

Ein anderer verzierter Baum ist der Baum, der im frühen Mittelalter zu Allerheiligen und Allerseelen (1. und 2. November) an den Eingängen der Kirchen aufgestellt wurde. Er wurde mit Kugeln verziert. Diese Kugeln symbolisierten die Seelen der Verstorbenen. Sehr wahrscheinlich ist der Brauch, Kugeln in diese Bäume zu hängen, auf den Weihnachtsbaum übergegangen. So ist der Weihnachtsbaum durch Jahrzehnte hin eine Kombination von Lebensbaum, Lichterbaum und Baum des Jenseits geworden; und daran erfreuen Sie sich jedes zu Hause.