Christrose: Der schönste Winterblüher



Unwiderstehlich sind sie, die Christrosen. Während der Garten noch in einem tiefen Winterschlaf liegt, bringt die reich blühende Helleborus den Frühling wieder ein Stückchen näher.

Die ersten Sorten blühen schon im Dezember

Keine einzige Pflanze hat in den letzten Jahren ein so außergewöhnliches Interesse hervorgerufen wie die Helleborus. Neue Sorten werden noch auf dem Balkan gefunden. Indem diese Pflanzen mit allen bekannten Sorten gekreuzt werden, entstehen endlose Variationen in Blütenform und Farbe. Jedes gesäte Exemplar ist anders und kann ein 'Sammler-Stück' werden. Schon durch Teilen einer Staude entstehen mehrere Pflanzen mit gleichem Aussehen. Das Beeindruckendste an diesem Winterblüher sehen Sie erst, wenn Sie in die Knie gehen. Die nickenden Blüten sind innen oft wundervoll gesprenkelt oder zeigen ein fesselndes Farbmuster. Seit kurzer Zeit sind auch gefüllte Christrosen erhältlich.

Früher Blüher

Sehr ausgefallen ist die Blütezeit der Christrose: Die ersten Sorten beginnen schon im Dezember, die letzten blühen bis in den April. Frost kann einen Strich durch diese Rechnung machen, aber meistens wartet die Christrose einfach auf bessere Zeiten. Das kann im Garten zu unerwarteten Überraschungen führen: In einem Jahr sehen Sie schon früh Blüten über dem Schnee, im anderen Jahr blüht die Pflanze prächtig in Kombination mit anderen Frühlings-Blühern. Nach der Blüte erscheinen spitze Samenkapseln, die noch sehr lange dekorativ sind.

Der beste Platz

Meistens ist die Christrose eine pflegeleichte Pflanze, die nicht viele Anforderungen stellt. An einem geschützten Platz, Sonne oder Halbschatten und in fruchtbarem Gartenboden (Sand oder Lehm), der nicht zu nass ist, wächst die Pflanze bestens. Die Christrose wächst z.B. gut im Halbschatten von Sträuchern, in einem nicht zu dunklen Waldgarten, aber auch in Beeten mit fruchtbarem Boden.

Die schönsten Sorten

Helleborus argutifolius wird auch H. corsicus genannt. Sie hat schön marmoriertes und gezahntes Laub und große Dolden nickender, leicht grüngelber Blüten. Nach einigen Jahren bildet diese Sorte große Stauden. Blüte März-April. Der stinkende Nieswurz, Helleborus foetidus ist eine pflegeleichte Wildpflanze, die nicht viel Farbeffekt bringt, sehr für den etwas verwilderten Garten geeignet. Das Laub ist tief eingeschnitten, die hellgrünen Blüten stehen in Dolden. 'Wester Flisk' hat etwas größere Blüten mit einem roten Rändchen. Blüht früh: Dezember bis März. Die gewöhnliche Christrose, Helleborus niger wird auch häufig von Floristen eingesetzt. Das Laub ist weniger schön als das der vorgenannten Sorten, die schüsselförmigen Blüten sind weiß. Wächst langsam aber lebt lange. Blüte von Januar bis März. Helleborus orientalis ist ein Sammelname für eine Gruppe von Christrosen, die durch Samen vermehrt wurden und sich in der Blütenfarbe unterscheiden. Meistens sind die Blüten schön gesprenkelt. Sie können grün, weiß, rotviolett oder violett in der Farbe sein. Mag sehr schwere, kalkreiche Böden. Blüte von März bis April, abhängig vom Wetter, manchmal schon im Februar. Das Synonym für Helleborus purpurascens ist H. atrorubens. Sie sieht wie die vorangegangene Sorte aus, zeigt aber dunkelviolette Blüten. Blüht früh und reich, im Winter ist sie nicht grün. Blüte März bis April. Liebt trockene und sonnige Standorte. 'Boughton Beauty' ist eine schöne Art. Blüht von März bis April.