Bewachsene Pforten geben dem Garten Struktur



Der sogenannte Rosenbogen hat sehr viele Verwendungsmöglichkeiten in jedem Garten und sogar auf der Dachterrasse und dem Balkon. Es gibt sie fix und fertig aus Kunststoff, Metall und aus robustem Holz. Eine Rosenpforte tut viel mehr als das Tragen von Rosen allein. Sie kann als Gartenteiler, Eingangsbogen oder grünen Durchgang dienen. Bewachsen mit farbig blühenden Kletterern und grünbleibenden Kletterpflanzen ist sie ein wahrer Gewinn.

Vorgartenornament

Ein hervorragender Platz für eine Rosenpforte ist die Haustür. Durch den hohen Bogen entsteht eine vertraute Atmosphäre. Pflanzen Sie an beiden ‚Beinen' des Bogens eine Kletterrose, wie die rote R.'Paul's Scarlet Climber' oder die, wie der Name schon vermuten lässt, violettfarbige R. ‚Violetta'. Für einen wintergrünen Akzent pflanzen Sie Buchsbaumkugeln an den Fuß der Pforte.

Blütenreicher Durchgang

Eine Pforte kann auch einen blütenreichen Durchgang zur Haustür und dem Rest des Gartens bilden. Für so eine auffallende Hofabtrennung benötigen Sie zwei Kletterrosen und zwei andere Kletterpflanzen wie Klematis, Trompetenblume oder Geißblatt. So eine bunte Pforte kontrastiert schön mit einer niedrigen Buchenhecke, die den Garten weiter abschließt. Eine Buchenhecke ist im Frühling und Sommer schön grün, während sie im Herbst wunderbar rotbraun wird.
Eine durchblühende Rose an einer Pforte gibt dem Garten die ganze Saison über ein farbenfrohes Aussehen. Aber es dauert etwas, bevor die Rose den ganzen Bogen bedeckt. Bis dahin kann der Bogen schon schön sein, wenn Sie einen schnellwachsenden Blüher daran hochklettern lassen. Hübsch ist die tiefrosa, duftende Ziererbse (Lathyrus latifolius). In der nächsten Saison wird die Rose höher sein und ist der Bogen auch ohne Hilfe dieser schnellwachsenden Pflanze schön.

Grüner Durchgang

Einen ganz besonderen Eingang bekommen Sie, indem Sie zwei oder mehr Bogen hinter einander setzen. Sie können den so gebildeten, beinah mittelalterlich anmutenden Laubengang bewachsen lassen mit grünbleibendem Efeu, Trauben und vielleicht hier und dort eine anspruchslose Kletterrose 'New Dawn'.

Gartenzimmer

Einen größeren Garten können Sie mit einer Pforte in Gartenzimmer aufteilen. Eine andere Möglichkeit ist es, eine Pforte in einer Hecke anzulegen. Geeignet hierfür sind die Heckenbuche, Liguster und Taxus. Diese Hecken können Sie schön kurz schneiden. Ein Blick durch so eine Öffnung auf den Rest des Gartens gibt Spannung und Tiefe. Man weiß schließlich nie, was man hinter der Pforte antreffen wird.

Optische Täuschung

Sowohl in einer dichten Hecke als auch bei einer Pforte, die vor einen Zaun gesetzt wurde, können Sie einen 'Trompe-l'oeil' (wörtlich: Irrtum des Auges) herstellen. Dies erreichen Sie, indem Sie einen großen Spiegel in die Pforte platzieren. Eigentlich ist so eine Pforte Schein, dessen Effekt verstärkt wird durch die Spiegelung von lose wachsenden Zweigen, wie von dem Schleierkraut oder der Glyzinie. Diese bilden eine Art Verbindung, sodass es aussieht wie eine Pforte, unter die man hindurchlaufen kann. Eine 'Trompe-l'oeil' sieht nicht gerade schlecht aus auf einem Balkon. Es lässt den Raum sogar größer erscheinen.

Tipp:

Wählen Sie immer einen Rosenbogen, der mindestens 2 m hoch ist. Bestimmt 20 cm verschwindet schließlich im Boden, und man muss noch bequem darunter hindurchlaufen können!